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"Das Wort vom Kreuz ”/ 1 Korinther 1,10-18 / Pr. Lucas A. Albrecht /Deutscher Gottesdienst (GERMAN Service), Samstag 25. Januar. 2020 / Epiphaniaszeit




"Das Wort vom Kreuz ”/ 1 Korinther 1,10-18 / Pr. Lucas A. Albrecht /Deutscher Gottesdienst (GERMAN Service), Samstag 25. Januar. 2020 / Epiphaniaszeit


Text: 1 Korinther 1,10-18
Thema: "Das Wort vom Kreuz ”[1]

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Intr – Die Opposition gegen das Kreuz und das Kruzifix hat in verschiedenen Ländern der Welt zugenommen. Gerichte ordnen auf Antrag von Bürgern und antichristlichen Körperschaften die Entfernung von Kruzifixen aus öffentlichen Ämtern an. Das Besorgniserregendste ist nicht die Tatsache selbst, die als klein angesehen werden kann, sondern alles, was mit dieser Haltung verbunden ist, gegen die tausendjährige christliche Tradition im Westen und auf der ganzen Welt vorzugehen und sie anzugreifen.

Trotzdem können wir einen großen positiven Aspekt in diesem Kampf um die Beseitigung des Kreuzes sehen: Der Signifikant hat immer noch seine Bedeutung.

Wir leben in einer Zeit, in der die Bedeutung eines Objekts oft konstruiert oder neu bezeichnet wird. Wenn viele Menschen wollen, dass das Kreuz entfernt wird, können wir daraus schließen, dass das Kreuz und seine Bedeutung sehr klar und lebendig bleiben.Andernfalls hätte es statt des Rücktritts nur eine neue Bedeutung haben können. Dieser Mann mit offenen Armen könnte den fleißigen Arbeiter im Kampf gegen das Monster des Kapitalismus darstellen. Oder repräsentieren Sie diejenigen, die ihre ideologische Sache voranbringen wollen, ohne dass es Ihnen etwas ausmacht, gekreuzigt zu werden oder am Altar des öffentlichen Raums gekreuzigt zu werden. Obwohl es Verzerrungen gibt - manche sehen die christliche Religion nur als eine Reihe von moralischen Gesetzen -, bleibt das Kreuz in seiner christlichen Bedeutung und in seinen unveränderlichen Prinzipien verankert.

Im heutigen Brief hören wir Paulus sagen: “Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gotteskraft“.  Wir können nichts anderes erwarten als Widerstand gegen eine Wort, die für die Welt verrückt ist. Wir sollten erwarten, dass das Kreuz für die menschliche Vernunft beleidigend ist und immer sein wird und dass Gottes Weisheit, Kraft und Liebe sich hinter diesem schwachen, demütigen Stück Holz verbirgt, in dem Gottes Sohn getötet wurde. Die christliche Theologie ist im Wesentlichen die Wort vom Kreuz. Dann, eine Theologie des Kreuzes.

Also, „Der Theologe des Kreuzes sagt was Sache ist.“ So hat Martin Luther 1518 in der Heidelberger Disputation gemeint. Denn die Theologie des Kreuzes stellt Gott dem Menschen vor, ganz anders, als der Mensch sich Gott vorstellt. Das Kreuz Jesu Christi is nämlich die Umwertung aller Werte. Sie stellt die Selbstvermessenheit des Menschen ins Abseits, die nicht ermißt, den wahrem gerade nicht erfaßt, sondern verpaßt. Gott zeigt sich ganz anders, denn er hat das Kreuz Jesu Chrsti zum Zeichen, zum Inbegriff, zum Fundort und zur allerwirklichsten Wirklichkeit seiner Selbstkundgabe gemacht. Das scheint ein Wiedersprich in sich selbst zu sein, menschlicher Weisheit Unzugänglich und anstößig. In der Tat: Der allmächtige Gott – ein ohnmächtiges Opfer, der Herrsscher des Alls – ein zum Tode verurteiltes Nichts, da will menschlichen Denken nicht einleuchten.“[2]

Die Wort vom Kreuz ist eine und nur eine, und wir haben ihre Zusammenfassung heute im Evangelium, wenn Jesus sagt: "Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe." Die "verrückte" Botschaft an die Ohren der Welt, aber die süßeste Botschaft der Hoffnung an alle Herzen, die mit dem Zeichen des Kreuzes bedruckt ist. Wie wir plötzlich Vergebung erhalten, und wenn uns vergeben wird, gehören wir jetzt zum Kindgom Gottes, dem Königreich, in dem der König in Demut mit uns gekommen ist, um uns zu dienen, Schmerz und Tod zu ertragen. Er tat es, weil er uns in diesem Kindgom haben wollte. Das ist die Botschaft, die der Welt völlig fremd ist. Im Kreuz Jesu wird der gesamte von Gottes Weisheit und Kraft entworfene Erlösungsplan verwirklicht und erfüllt. Und im Glauben wird es auf unser Leben angewendet.

„So hat es Gott gefallen: Daß in der Ohnmacht des Gekreuzigten sich seine Kraft zeige, in der Auslöschung seines Sohnes die Gegenwart Gottes erweise. Doch indem Gott sich selbst aufgibt, gibt er sich uns; indem er sich selbst aufs Spiel setzt – und verliert! -, gewinnt er unsere Herzen. Das ist die Weise der Weisheit Gottes, unsere Selbstgewißheit umzustürzen. So öffnet die göttliche Torheit uns das Tor zu Gott, in dem sie unser Selbstbewußtein als verkehrt, verkracht, verkrümmt, entlarvt. Wir brauchen uns nicht auf den Weg zu Gott zu machen, denn er hat unsere Nähe längst schon gesucht und gefunden. Wir brauchen uns nicht über Welt und Himmel zu Gott aufzuschwingen; denn er hat sich längst schon zu uns herabgelassen. So sind denn auch Krippe und Kreuz, der Säugling im Windelbündel und das Folteropfer im Leichentuch Zeichen, Inbegriff, Fundort, allerwirklichste Wirklichkeit und allerwirksamte Werkkraft der Liebe Gottes zu uns.“ [3]

Absch - Dies ist die Wort vom Kreuz. “...eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gotteskraft.“  Die Wort, die war, ist und wird immer von den Feinden des Evangeliums bekämpft werden. Kein Problem. Erstens, weil es für immer dieselbe Botschaft bleiben wird. Dann, weil wir ihre Bedeutung und Kraft mit allen teilen werden, auch und gerade mit unseren Feinden. Und schließlich kann das Kreuz sogar von den Wänden entfernt werden. Aber sie können sie niemals aus unserem Herzen entfernen.

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[1] Text revision: Rod Gellner.
[2] Feste Burg2004, Andachtsbuch, 11. Juli
[3] Feste Burg 2004, Andachtsbuch, 11. Juli

 

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Sermon – January 25th, 2020
Deutscher Gottesdienst, Mount Olive Lutheran Church, Regina, SK
Text: 1 Corinthians 1:10-18
Thema: "The Word from the Cross ”[1]

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Intr - Opposition to the cross and to the crucifix has increased in various countries around the world. Courts, at the request of citizens and anti-Christian bodies, have been ordering the removal of crucifixes from public office. The most worrying thing is not the fact itself, which can be seen as small, but everything that is connected with this attitude of acting against and attacking the thousand-year Christian tradition in the West and around the world.

Nevertheless, we can see a big positive aspect in this struggle for the removal of the cross: the signifier still has its meaning.

We live in a time when the meaning of an object is often constructed or redesignated. If so many people want the crosses to be removed from public places, we can conclude that the cross and its meaning remain very clear and alive. Otherwise, instead of removing, it could only have taken on a new meaning. This man with open arms could represent the hardworking worker fighting the monster of capitalism. Or represent those who want to advance their ideological cause without bothering to be crucified or to be crucified at the altar of public space. Although there are distortions - some see the Christian religion only as a set of moral laws - the cross remains anchored in its Christian meaning and unchangeable principles.

In today's letter we hear Paul say: “For the word of the cross is foolishness to those who are lost; but for us who are saved, it is God's power”. We can expect nothing more than resistance to a word that is crazy for the world. We should expect that the cross is and will always be offensive to human reason, and that God's wisdom, strength, and love are hidden behind this weak, humble piece of wood in which God's son was killed. Christian theology is essentially the word of the cross. Then, a theology of the Cross.

So, "The Theologian of the Cross says what is going on." That is what Martin Luther meant in the Heidelberg Disputation in 1518, because the theology of the cross represents God to man, quite differently than man imagines God. The cross of Jesus Christ is the revaluation of all values. It pushes the self-presumption of man to the sidelines, which does not measure, does not grasp the true meaning of it, but misses it. God shows himself quite differently, because he made the cross of Jesus Christ a sign, an epitome, a place of discovery and the most real reality of his self-expression. That seems to be a contradiction in terms, inaccessible and offensive to human wisdom. Indeed: the almighty God - an impotent victim, the ruler of the universe - a nothing condemned to death, human thinking cannot see it as obvious."[2]

The word of the cross is one and only one, and we have it summarized today in the gospel when Jesus says, "Repent because the kingdom of heaven is near." The "crazy" message to the ears of the world, but the sweetest message of hope to all hearts printed with the sign of the cross. We receive forgiveness, and when we are forgiven, we are now part of the Kindgom of God, the kingdom in which the King humbly came with us to serve us, endure pain and death. He did it because he wanted us to be in this kingdom. That is the message that is completely foreign to the world. In the cross of Jesus the whole plan of salvation, designed by God's wisdom and strength, is realized and fulfilled. And in faith it is applied to our lives.

“This is how God liked it: that in the impotence of the crucified man his strength was shown, in the obliteration of his son the presence of God was shown. But when God gives himself up, he gives himself to us; by putting himself at risk - and losing! -, he wins our hearts. That is the way of God's wisdom to overturn our self-certainty. In this way divine folly opens the door to God for us by exposing our self-confidence as wrong, cracked, crooked, debunked. We do not need to make our way to God, because he has long sought and found our closeness. We do not need to rise to God over the world and heaven; because he has long since come down to us. So the crib and cross, the baby in the diaper bundle and the torture victim in the shroud are symbols, the epitome, location, the most real reality and the most effective power of God's love for us.”[3]

Cc - This is the word from the cross. “...folly to those who are lost; but for us who are saved, it is God's power.” The word that was, is and will always be fought by the enemies of the gospel. No problem though. First, because it will remain the same message forever; then, because we will share its meaning and strength with everyone, also and especially with our enemies. And finally, because the cross can be removed from the walls; but no one can ever remove it from our hearts.

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[1] Text revision: Rod Gellner.
[2] Feste Burg2004, Andachtsbuch, 11. Juli
[3] Feste Burg2004, Andachtsbuch, 11. Juli


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